Frühlingserwachen

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- aber warum bin ich dann sooo müde?

Frühlingserwachen

Ich möchte in diesem Artikel ein paar Denkanstöße geben zum Thema Frühlingserwachen und Wachsamkeit. Außerdem versuche ich ein Erklärungsmodell aus der TEM was die Frühjahrsmüdigkeit anbelangt.

Jedes Jahr, jeden Tag aufs Neue obsiegt das Licht!

Frühling ist Sanguis Zeit (das "warm/feuchte Wirkprinzip der TEM") - eigentlich sollte alles reibungslos funktionieren, denn das Lebensprinzip braucht Wärme und Feuchte. Und gerade jetzt wird es wieder warm, und diese Wärme bedeutet, dass die Systeme und Organe eigentlich gut funktionieren sollten. Außerdem ist genügend Feuchtigkeit da. Sie stammt aus der "kalt/feuchten Phlegma Zeit" - dem Winter. Die Feuchte ist sozusagen das Sinnbild für Speicher und Reserven. Die zunehmende Wärme der Sonne lässt das gefrorene Wasser im Boden schmelzen. Dieses Zusammentreffen von Wärme und Feuchte lässt die harte, konservierende Schale von Samen knacken - der Samen geht auf - er wird zum Keimling. Im Keimling steckt das ganze Potential einer Pflanze. Keimlinge können helfen auch unser Potential zu "wecken", wenn wir sie nach Ostern vermehrt in die Ernährung einbauen. 

Warum empfinden wir allerdings das Frühlingserwachen oft ganz konträr? Statt zunehmender Vitalität spüren wir oft eine lähmende Müdigkeit, die sich mancher Tage wie eine tatsächliche Lähmung anfühlt. Dazu muss man wissen, dass im (kalt/feuchten) Winter alles "ruht". Sämtliche Stoffwechselvorgänge "leiden" sozusagen unter der Kälte, welche ja übertragen heißt - "die Dinge funktionieren einfach nicht mehr so gut" - weil die Wärme abgeht. Immer mehr Feuchtigkeit staut sich an (manche von uns merken es als "Winterspeck"). In Bildern gesprochen bedeutet das für unsere Entgiftungsorgane: Die "Fabriken" (=Entgiftungsorgane) befinden sich in einer Sperrphase im Winter - Die Fabrikslager (Zwischenzellraum und Fettdepots) quellen über. Nun kommt der Frühling. Und wenn man nicht schon vorher durch eine gesunde Lebensführung darauf geachtet hat, dann bedeutet das, dass nun alle Fabriken gleichzeitig wieder geöffnet werden. Sie machen sogar Überstunden, um den Lagerbestand zu reduzieren. Wenn man in dieser Phase Startschwierigkeiten hat, dann kommt es zur allgemeinen Überforderung der Organe und Stoffwechselsysteme - der Lagerbestand wird "schimmlig" (potentiell wirkt der "faulige" Lagerbestand im Lager (=Zellzwischenraum) SAUER - und das macht gewaltig müde! Die Müdigkeit kann gut und gerne aufgrund einer Übersäuerung des Zellzwischenraums sein. Das heißt, dass die Hauptentgiftungsorgane (=Leber, Niere, Darm), sowie die Nebenentgiftungsorgane (Haut, Schleimhäute, Nasennebenhöhlen und Bronchialschleimhaut) unbedingt gepflegt und "serviciert" werden müssen. Bei gesunden Kindern funktioniert das blendend - bei zunehmend bewegungslosen Menschen (das können heutzutage auch Kinder sein!) funktioniert das immer weniger gut. Dabei kann das bis ins hohe Alter wie geschmiert laufen, sodass auch wirklich alte Menschen die totalen Frühlingsgefühle entwickeln - man muss halt etwas dafür tun! Und jetzt kommt die "schlechte" Nachricht - man muss das GANZE JAHR etwas dafür tun, damit man diese natürlichen Jahresrhythmen als Gewinn und nicht als Belastung empfindet.

Ich empfinde bei meinen täglichen morgendlichen Spaziergängen auch eine erhöhte Wachsamkeit und Aufmerksamkeit gegenüber den zahllosen und vielgesichtigen Veränderungen in der Natur - das berührt mich - es bewegt mich. Und damit bewegt es auch etwas in mir, etwas kommt in die Gänge - Frühlingsgefühle erwachen...

Ich wünsche Ihnen ein Aufblühen Ihres Potentials! Ich wünsche Ihnen Frühlingsgefühle!

Herzlichst Ihr

Dr. Martin Spinka